Der Blick in die Zukunft

Der SCI:Moers hat die Räume seiner Gemeinschaftsschule und der Kitas

mit mobilen Luftfiltern ausgestattet. Man wolle die Virenlast nachhaltig

minimieren

Der Geschäftsführer des SCI:Moers Karl-Heinz Theußen.

Volker Herold FUNKE Foto Services

Von Sonja Volkmann

Moers

Auf dem Schulhof der SCI:Gemeinschaftsschule in Repelen herrscht buntes Treiben. Es wird gespielt, erzählt und gelacht.

Seit einer Woche gibt es wieder so etwas wie Normalität für die Schülerinnen und Schüler.

Unterricht in Präsenz – das ist es, was den Pädagoginnen und Pädagogen sowie Stadt und Politik wichtig ist.

Um in diesen Zeiten der Pandemie die größtmögliche Sicherheit für die Jugendlichen und das Lehrpersonal zu gewährleisten,

hat der SCI:Moers tief in die Tasche gegriffen.

100.000 Euro hat der Träger in die Hand genommen, um sämtliche Schulräume und die beiden Kindergärten in Meerbeck und Kamp-Lintfort

mit mobilen Luftfiltern auszustatten. In den Kindergärten gibt es seit dem Frühjahr in allen Therapie-, Mitarbeiter- und Pausenräumen,

in denen Begegnungen stattfinden, solche Geräte. An der Schule sind seitdem alle Klassen- und Lehrerzimmer sowie OGS-Räume damit versehen.

Damit geht der Träger einen anderen Weg als die Stadt, die – anders als auch Neukirchen-Vluyn, wo alle Schulen und städtischen Kitas mobile Luftfilter bekommen haben – auf CO2-Ampeln setzt (die WAZ berichtete). Man habe zur Jahreswende überlegt, sagt SCI-Geschäftsführer Karl-Heinz Theußen,

was man tun könnte. Es habe auch eine Anleitung für selbstgebaute Luftfilter gegeben, davon habe man nach der Beratung mit einem Fachmann

Abstand genommen.

Schließlich hat die Recherche Theußen und Co zu der Firma geführt, bei der sie nun die Geräte gekauft haben, die so klein sind, dass sie problemlos mit ein paar Schrauben an die Wand montiert werden können. Besonders laut sind die grauen Kästen nicht. Gesteuert werden alle Geräte über eine App auf dem Smartphone. Um das möglich zu machen, ist ein Stecker zwischengeschaltet.

Die Bedienung ist zum einen praktisch, zum anderen sollen die Filter effizient eingesetzt werden. Neben den Kosten für Anschaffung und Installation fallen Wartungskosten an. An den SCI-Einrichtungen werden die tatsächlichen Betriebsstunden ermittelt. Dadurch lassen sich Tauschintervalle von Materialien strecken.

„Das ist uns die Sache wert“, sagt Karl-Heinz Theußen über die Investition. Die Mitarbeitenden erzählen ihm, dass sie sich mit dem Einsatz der mobilen Luftfilter als zusätzliche Schutzmaßnahme sicherer fühlen. Neben objektiver Sicherheit spielt das subjektive Empfinden durchaus eine Rolle.

Für den Träger ist es auch eine längerfristige Entscheidung. „Wir wollen die Virenlast nachhaltig minimieren“, sagt Theußen.

Der SCI hat darüber hinaus in Digitalisierung und Technik investiert. Ab Klasse fünf aufwärts sind die Räume mit einem Monitor an der Wand und einer Kamera an der Zimmerdecke ausgestattet. „Es war uns wichtig, Hybridunterricht zu ermöglichen, wenn die Kinder krank sind“, erklärt der Geschäftsführer. Die 15.000 Euro seien anteilig gefördert worden, sagt Theußen.

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